Schwimmbad

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Teilbereich einer im Vakuuminfusionsverfahren sanierten Reifenrutsche (75m Länge). Dauerhaft Osmosefrei im sanierten wasserbelasteten Bereich.

Reifenrutsche Göttingen. Fugenloses Rutschvergnügen im sanierten Bereich auf 75m Länge.

Viele in Schwimmbädern eingesetzte Bauteile bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und unterliegen bei ihrem Einsatz verschiedenartigen Einflüssen.

Dies wiederum führt im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Schadensbildern bzw. Schadensverläufen. Folgende Faktoren spielen dabei eine wesentliche Rolle:

  • Bewitterung bei Außenanlagen (UV-Strahlen, Regen, Schnee, Frost)
  • Wassertemperatur ab 18 Grad C aufwärts (Permeationsanstieg um ca. 10% pro Grad C)
  • Wasserbelastung dauerhaft oder gelegentlich (Luftfeuchte, Kondensation), dadurch bedingte Diffusion der Feuchte in das Bauteil (enstehende Gefahr eines osmotischen Schadens)
  • Temperaturdifferenz (innen/außen Seite)  bei  im Außenbereich liegenden geschlossenen Rutschen
  • Osmoseschäden und Festigkeitsverlust durch Aufbringen einer diffusionsdichten Isolierung bei Wasserrutschen
  • Abnutzung durch Gebrauch (Abrieb, unsachgemäße Benutzung)

Die dadurch verursachten Schäden werden meist, aufgrund von nicht vorhandenem Wissen um dieses Material, erst im Endstadium erkannt nach dem Motto: „bis dass der TÜV uns scheidet“. Ein in der Vorstufe befindlicher Schaden ist in den meisten Fällen nur vom Fachmann identifizierbar. Hierzu bieten wir Ihnen gerne eine auf ihr Bauteil spezialisierte Beratung an.

Unsere umfangreichen Kenntnisse in diesem Materialbereich, mit dem wir uns mittlerweile seit 18 Jahren  beschäftigen, hat uns unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Werterhaltung zu neuen Denkansätzen in der Bearbeitungsweise von GFK-Bauteilen gebracht. Hierbei kommen uns unsere technischen Kenntnisse aus dem Bereich der Produktion hochfester und leichter Kunststoffbauteile, die teilweise extremer Belastung ausgesetzt sind, sehr entgegen.

Die jahrelange Anwendung des Vakuuminfusionsverfahrens brachte uns, durch eine Modifizierung des Systems, auf die Idee, geschädigte Bauteile nachträglich zu verfestigen, um dadurch ihre Nutzungsdauer wesentlich zu erhöhen. Somit erreichen wir einen höheren Faseranteil an Langglasfasern im Bauteil von ca. 65-70%. Daraus wiederum resultiert eine höhere Festigkeit und Stabilität.

Dies konnten wir nach einer Vorbereitungs- und Testphase (2010-2012) im Jahre 2013 zum ersten Mal an einer Reifenrutsche von 75m Länge unter Beweis stellen und nun nach 7-jähriger Dauerbelastung (Stand 2020), mit ca. 4,0 Millionen Rutschvorgängen, als sehr erfolgreich bezeichnen.

Mittlerweile konnten zahlreiche Wasserrutschen mit diesem System gerettet werden.

Lesen Sie hierzu den Fachartikel erschienen im Archiv des Badewesens vom November 2017: AB Sanierung (PDF, 1.2MB)

Teilauschnitt einer transluzent beschichteten Rutschenoberfläche. Linke Hälfte wasserbelastet, durch Diffusion geschädigt (interlaminare Risse), rechte Seite nicht wasserbelastet ohne Schädigung.

Ausschnitt Rutschenoberfläche ca 40×40 cm: Linke Hälfte interlaminare Risse (wasserbelastet). Rechte Hälfte keine Schädigung (nicht wasserbelastet).

Bei allen von uns hergestellten Produkten und durchgeführten Reparaturmaßnahmen verlassen wir uns auf Materialien die eine Schädigung durch Feuchtediffusion verhindern bzw. stark verzögern.

Bei nicht beschädigten aber wasserbelasteten GFK-Bauteilen ist es ratsam, durch applizieren eines wirksamen Osmoseschutzes als Diffusionssperre, ihr Bauteil vorsorglich zu schützen.

Warum fertigt man nicht von vornherein die Bauteile mit diesem System? In den meisten Fällen sind die Bauteile aus Polyesterharz (zu ca. 60-80% Gewichtsanteil) und Kurzglasfasern (zu ca. 20-40% Gewichtsanteil) gefertigt. Kostengründe (Epoxydharz ist im Kilopreis ca. 6-8 mal teurer als Polyesterharz) sind der ausschlaggebende Faktor. Hinzu kommt eine nicht ganz so einfache Handhabung mit der Matrix.

 

Isolierung Wasserrutsche:

An dieser Stelle möchten wir kurz einen Hinweis geben auf ein seit 2015 laufendes Testfeld bezüglich einer diffusionsoffenen Wärmeisolierung an einer im Außenbereich liegenden Wasserrutsche. Die positiven Ergebnisse werden wir im Laufe des Jahres 2020 in Form von Fachartikeln und Vorträgen präsentieren.
Vorabinformationen und Begutachtungen (kostenpflichtig) zu diesem Thema sind ab sofort erhältlich.

Antirutsch­beschichtung. Bild aus dem Jahre 2006 direkt nach Beschichtung auf verzinktem Blech aufgenommen.

Antirutschbeschichtung Outdoor. Viele Farbvarianten möglich.

Antirutschbeschichtungen sind im Laufe der Zeit zu einem weiteren Schwerpunkt unserer Dienstleistungen rund um den Badebetrieb geworden. Mittlerweile können wir uns dabei auf einen 14 Jahres-Test berufen. Das von uns verwendete Material besteht aus einer speziellen Matrix, die mit einem Kautschukgranulat (haptisch sehr angenehm für den Fuß) versehen wird. Hierbei können wir durch die Veränderung der Mischungsverhältnisse auf vielerlei Anforderungen bzgl. der Rutschklassenverordnung reagieren.

Indoor und Outdoor anwendbar.

Verschiedene Farbvarianten möglich.

Modernisiertes Warmwasserbecken Salztalparadies/Bad Sachsa.

Desweiteren sind wir bedingt durch das Vakuuminfusionsverfahren in der Lage eine Vielfalt von Bauteilen zu produzieren, die mittels der Kombination unterschiedlicher Fasersysteme, gekoppelt mit speziellen Klebstoffvarianten (Matrixsysteme), Füllstoffen und Kernmaterialien, die von Ihnen gewünschten Eigenschaften besitzen. Hier sind unter anderem Wärmeisolierungen zu nennen oder aber auch einstellbares Brandschutzverhalten. Komplette Plattensysteme zur Beckenauskleidung sind dabei möglich und variantenreich gestaltbar.

Osmotische Schäden spielen aufgrund der von uns eingesetzten Matrixsysteme keine Rolle, da chemisch nicht möglich.

Auch bei der Problematik bedingt durch Sole im Bereich des öffentlich benutzten Beckens oder im Schwallwasser-becken bei hochkonzentrierter Sole, können wir Ihnen eine sichere Alternative zur z.B. gefliesten Variante anbieten.

Interesse geweckt? Jetzt Kontakt aufnehmen!